AMS 2750 D konforme Temperatur-Kalibrierung

Die AMS 2750 D (Aerospace Material Specification) ist eine international anerkannte Norm, welche Standards für die Wärmebehandlung von Materialien festlegt. Sie wird in der Luft- und Raumfahrt sowie zunehmend in der Automobilindustrie angewandt.

Gerade in der Luft- und Raumfahrt müssen Qualitätsstandards, wie unter anderem die Materialeigenschaften der Bauteile sehr kritisch eingehalten werden. Als Beispiel sei die große Beanspruchung der Materialen genannt. Aus Gewichtsgründen können jedoch nicht beliebige Materialen verwendet werden – leichte Bauteile sind vorzuziehen. Die Hersteller bewegen sich somit oftmals an der Grenze des Möglichen und Machbaren. Sicherheit bietet in diesen Fällen das strenge Einhalten von Normvorschriften.

Die AMS 2750 D macht genaue Vorgaben für die thermische Anforderung bei Kalibrierprozessen. So sind beispielsweise Mess- und Regeleinrichtungen, wie Sensoren, Instrumente und Regler beschrieben. Sämtliche Geräte, die an thermischen Prozessen beteiligt sind, müssen einer vollständigen Temperatur-Kalibrierung unterzogen werden. Diese vorgeschriebenen Temperatur-Kalibrierungen müssen auf nationale oder internationale Normale rückführbar sein. Vom Deutschen Kalibrierdienst (DKD) zertifizierte Labore entsprechen dieser Voraussetzung.

Zwei Kalibriersysteme empfehlen sich zur Anwendung, welche die in der AMS 2750 D Norm geforderten Bedingungen an Messfühlern und Messinstrumenten erfüllen.

Für die Temperatur-Kalibrierung von Typ R und S Edelmetall-Thermoelementen werden je nach Temperaturbereich Blockkalibratoren eingesetzt. Als Temperaturreferenz werden Thermoelement-Normalthermometer mit externer Vergleichsstelle verwendet. Diese Vergleichsstelle wird, wie auch die Vergleichsstellen der zu kalibrierenden Thermoelemente, in einem physikalischen 0°C-Eispunktthermostat untergebracht. Dies garantiert, dass Vergleichsstellenfehler ausgeschlossen sind.

Von dem Vergleichsstellenthermostat werden Kupferleitungen zu Messstellenumschaltern geführt, damit bis zu 16 zu kalibrierende Thermoelemente kalibriert werden können. Ein digitales Messgerät mit zwei Eingängen kann dann das Thermospannungssignal des Normalthermometers mit dem der zu kalibrierenden Elemente vergleichen.

Durch die Anwendung einer Software wird der Kalibrierplatz automatisiert und der Kalibrierschein nach Abschluss der Temperatur-Kalibrierung erstellt. Die Temperatur-Kalibrierung liegt dabei unter der, im Rahmen der AMS 2750 D-Norm geforderten, Fehlergrenze von ± 0,6°C.

Zur Temperatur-Kalibrierung der Messinstrumente wird ein Laborkalibrator empfohlen, der alle Messunsicherheitsanforderungen der Spezifikation erfüllt.