Das Vergleichen von Kalibratoren

>Der Begriff der Messunsicherheit, herausgearbeitet aus dem Begriff der Genauigkeit, ist der einzige Begriff, der die Funktion eines Gerätes beschreibt.<

Erklärung
Wenn sich jemand für den Kauf eines bestimmten Produktes interessiert, dann sieht der erste Schritt meistens immer gleich aus. Und dabei ist es unbedeutend, ob es sich um ein Auto, eine Bohrmaschine oder einen Temperatur-Kalibrator handelt.

Zu Beginn eines Kaufprozesses werden in der Regel die technischen Angaben aller zur Verfügung stehenden Produkte miteinander verglichen. Doch ist dies in Bezug auf Temperatur-Kalibratoren gar nicht so einfach, wie mir kürzlich ein Kunde mitteilte.

Im Grunde geht es um die Genauigkeit der Messgeräte. Doch ist nichts ungenauer als die Angabe der Genauigkeit. Messeinrichtungen arbeiten nämlich nie „genau“. Alle Parameter können Messabweichungen enthalten, die aus dem Endergebnis herausgerechnet bzw. in ihrer Größe abgeschätzt werden müssen. Dieser vergleichbare Endwert wird in der Messtechnik über ein Messunsicherheitsbudget ermittelt. Der wichtigste Vergleichswert für Temperatur-Kalibratoren ist also die Messunsicherheit. Leider werden viel zu oft Angaben, wie Toleranz und Stabilität oder eben Genauigkeit und Auflösung angegeben.

Zusatzinformation
Das internationale Wörterbuch der Metrologie definiert: „Messunsicherheit – Dem Messergebnis zugeordneter Parameter, der die Streuung der Werte kennzeichnet, die vernünftiger Weise der Messgröße zugeordnet werden könnte.“

Unser Kalibrierlexikon (http://www.klasmeier.com/kalibrierlexikon/) definiert: „Messunsicherheit ist ein gerechneter oder geschätzter Wert eines Bereiches, indem der wahre Wert der gemessenen physikalischen Größe liegt.“