Hydrostatische Druckkorrektur

Gerade heute wurde ich wieder einmal danach gefragt, inwieweit der Hydrostatische Druck bei einer Kalibrierung zu berücksichtigen ist. Der Einfluss des Hydrostatischen Drucks sollte als folgendem Grund stets berechnet und das Endergebnis einer Kalibrierung entsprechend korrigiert werden:

Alle Temperaturen, die in der ITS-90 definiert werden, beziehen sich auf die Oberfläche des jeweiligen Materials der Fixpunktzelle. Doch mit steigender Eintauchtiefe in das Material der Fixpunktzelle verändert sich der Druck und damit auch die Temperatur. Da der Temperaturfühler jedoch aufgrund der Wärmeanbindung in die Fixpunktzelle eingetaucht sein muss, und nicht an der Oberfläche platziert werden kann, ist eine entsprechende Korrektur der Temperatur notwendig. Der korrigierte Widerstandswert kann folgendermaßen ermittelt werden:

hdrostatischer-druck

R(Hydro) = korrigierter Widerstandswert
R = Gemessener Widerstandswert in der Fixpunktzelle
E = Eintauchtiefe des Messkanals von der Oberfläche der Schmelze
m = Länge der Meßspirale des Temperaturfühlers
F = Korrekturfaktor (der ITS-90 entnommen; ITS-90 Download)

Quecksilber 7,1 [mk/m]

Wasser -0,73 [mk/m]

Gallium -1,2 [mk/m]

Indium 3,3 [mk/m]

Zinn 2,2 [mk/m]

Zink 2,7 [mk/m]

Aluminium 1,6 [mk/m]

Aktuelle Werte finden Sie auch hier. Tabellenbuch – Temperatur: Hydrostatische Druckkorrektur